Leseprobe zu "Tobis Ferienabenteuer"

 

Kapitel 1

 

„Tobi, Tooobiii! Aufstehen, wir wollen doch los.“ Tobis Mutter rief durchs ganze Haus. Tobi öffnete die Augen und war sofort wach. „Juhu“, dachte er, „endlich fahren wir noch ein bisschen in Urlaub.“ Neben ihm im Bett saß sein Freund Alfons. Alfons war ein Teddy, aber kein gewöhnlicher Teddy. Jeden Abend, wenn es dunkel wurde, erwachte Alfons zum Leben. Tagsüber war er fast ein normaler Teddy. Aber auch über Tag bekam Alfons alles mit, was um ihn herum geschah. Nur Tobi und sein Vater kannten das Geheimnis von Alfons. Was für ein besonderer Freund Alfons war, wusste Tobi aber auch erst seit einigen Wochen. Zu Beginn der Sommerferien fand er den Plüschteddy auf dem Dachboden seiner Großeltern. Dort hatte er nämlich die ersten vier Wochen der Sommerferien verbracht, weil Zuhause alles renoviert wurde. Nun war die Wohnung aber schon früher fertig geworden und seine Eltern hatten ihn überrascht: Doch noch ein paar Tage Urlaub auf einem Bauernhof in den Bergen. Tobi war glücklich. Er setzte sich hin. Drückte seinen Alfons und sagte: „Du kommst natürlich mit uns auf den Bauernhof, ist doch selbstverständlich.“ Schnell schnappte er sich seine Kleider und ging ins Badezimmer. Vorher legte er aber noch Alfons zum Gepäck, denn er durfte alles vergessen, aber nicht seinen Alfons. Geheimnisvolle Teddybären sind schließlich wichtig. Fünf Minuten später saß er angezogen am Frühstückstisch. Seine Eltern wuselten in der Küche herum. Papa knotete den Müllbeutel zu, Mama räumte im Kühlschrank rum, zum dritten Mal wurde kontrolliert, ob auch die Hintertür abgeschlossen war. „Wie lange fahren wir eigentlich bis zu diesem Bauernhof?“, fragte Tobi. „Ich denke so zwischen drei und vier Stunden werden wir wohl unterwegs sein“, antwortete sein Vater. Der Bauernhof, auf dem Tobi mit seinen Eltern den Urlaub verbringen wollte, lag im Allgäu. Rundherum gab es, laut den Bildern aus dem Internet, viele Berge und, was einfach Klasse war: Es gab auch einen Badesee, den man zu Fuß vom Bauernhof aus erreichen konnte. Tobi schob sich den letzten Bissen seines Brötchen in den Mund, trank noch einen Schluck Kakao und ging hoch in sein Zimmer, um noch seine restlichen Sachen zusammen zu suchen. Seine Kleider hatte seine Mutter ihm schon gepackt, die waren im Koffer. Er kümmerte sich jetzt um Bücher, Spiele und seinen Laptop, denn wenn er auch nicht mehr die ganze Zeit vorm Computer verbrachte wie früher, so spielte er doch immer noch gerne mit seinem Computer und vielleicht gab es ja auch mal einen Regentag. So gut es ging steckt er alles in seinen Rucksack. Alfons kam ganz oben auf den Rucksack und durfte mit dem Kopf rausschauen. „So mein Freund, ich hoffe es ist nicht so unbequem, aber immerhin kannst du so alles sehen“, sagte er zum Teddy und streichelte ihm über den Kopf. Seine Mutter kam gerade ins Zimmer und wunderte sich, dass der zottelige Bär mit in den Urlaub sollte. Tobis Vater grinste nur als Tobi seinen Rucksack neben sich auf den Rücksitz des Autos stellte. Er verstand nur all zu gut, warum der Teddy seinen Sohn in letzter Zeit fast überall hin begleitete. Als alle Türen und Fenster am Haus zum fünften Mal überprüft waren - sie waren verschlossen - ging es endlich los in den Urlaub.

 

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